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Predigt vom 21. August

Die Predigt vom Sonntag, 21. August 2016, in der Gnadenkirche von Pfarrerin Gudrun Schlößer.

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Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen.
Amen.

Predigttext 1. Johannes 4

Geliebte, lasst uns einander lieb haben; denn die Liebe ist von Gott, und wer liebt, der ist von Gott geboren und kennt Gott. Wer nicht liebt, der kennt Gott nicht; denn Gott ist die Liebe. Darin ist erschienen die Liebe Gottes unter uns, dass Gott seinen eingebornen Sohn gesandt hat in die Welt, damit wir durch ihn leben sollen.

Darin besteht die Liebe: nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung für unsre Sünden. Geliebte, hat uns Gott so geliebt, so sollen wir uns auch untereinander lieben. Niemand hat Gott jemals gesehen. Wenn wir uns untereinander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollkommen.

Liebe Schwestern und Brüder,

was würden Sie sagen, wenn ich Sie heute statt mit dieser Anrede mal mit „Geliebte“ ansprechen würde? Sicher wären sie etwas befremdet.
„Na ja“, würden Sie vielleicht sagen, „ist ja schön, wenn sie uns gern hat, aber übertreiben muss man ja auch nicht.“ Geliebte, das sagt man nicht einfach so. Das ist schon ein Wort für eine besondere Beziehung
und für besondere Gelegenheiten.

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Predigt: Hesekiel 18

Predigt zu Hesekiel 18 von Pfarrerin Gudrun Schlösser

1 Das Wort des Herrn erging an mich: 2 Wie kommt ihr dazu, im Land Israel das Sprichwort zu gebrauchen: Die Väter essen saure Trauben und den Söhnen werden die Zähne stumpf? 3 So wahr ich lebe – Spruch Gottes, des Herrn -, keiner von euch in Israel soll mehr dieses Sprichwort gebrauchen. 4 Alle Menschenleben sind mein Eigentum, das Leben des Vaters ebenso wie das Leben des Sohnes, sie gehören mir. Nur wer sündigt, soll sterben.

21 Wenn der Schuldige sich von allen Sünden, die er getan hat, abwendet,auf alle meine Gesetze achtet und nach Recht und Gerechtigkeit handelt, dann wird er bestimmt am Leben bleiben und nicht sterben. 22 Keines der Vergehen, deren er sich schuldig gemacht hat, wird ihm angerechnet. Wegen seiner Gerechtigkeit wird er am Leben bleiben. 23 Habe ich etwa Gefallen am Tod des Schuldigen – Spruch Gottes, des Herrn – und nicht vielmehr daran, dass er seine bösen Wege verlässt und so am Leben bleibt? 24 Wenn jedoch ein Gerechter sein rechtschaffenes Leben aufgibt, wenn er Unrecht tut und all die Gräueltaten begeht,
die auch der Böse verübt, sollte er dann etwa am Leben bleiben? Keine seiner gerechten Taten wird ihm angerechnet. Wegen seiner Treulosigkeit und wegen der Sünde, die er begangen hat, ihretwegen muss er sterben.

30 Darum will ich euch richten, jeden nach seinem Verhalten, ihr vom Haus Israel – Spruch Gottes, des Herrn. Kehrt um, wendet euch ab von all euren Vergehen! ie sollen für euch nicht länger der Anlass sein, in Sünde zu fallen. 31 Werft alle Vergehen von euch, die ihr verübt habt! Schafft euch ein neues Herz und einen neuen Geist! Warum wollt ihr sterben, ihr vom Haus Israel? 32 Ich habe doch kein Gefallen am Tod dessen, der sterben muss – Spruch Gottes, des Herrn. Kehrt um, damit ihr am Leben bleibt.

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes, des Vaters und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen.

Amen.

Liebe Brüder und Schwestern!

Die Väter haben saure Trauben gegessen und den Söhnen sind die Zähne stumpf geworden. Was kann er dafür, dass er auf die schiefe Bahn geraten ist, dass er immer gleich zuschlägt, wenn ihm einer dumm kommt. Ist jemals jemand mit ihm gut umgegangen? Liebevoll und wertschätzend?

Fehlanzeige

– stattdessen spürt er noch heute die Schläge, die er einstecken musste, wenn sein Vater mal wieder betrunken nach Hause kam.
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