Alle Beiträge von Diethard Römheld

Totensonntag

Predigttext Totensonntag oder Ewigkeitssonntag, 23.11.2014

Es bleibt also dabei: Die endgültige Sabbatruhe steht für das Volk Gottes noch aus. Denn wer in den Ort der Ruhe Gottes eingezogen ist, der ruht sich aus von seinen Werken, so wie Gott selbst es von seinen eigenen Werken getan hat. Wir wollen uns also anstrengen, in jenen Ort der Ruhe einzuziehen. Denn niemand soll zu Fall kommen, weil er ungehorsam war!

Hebräer 4, 9–11

Liebe Schwestern und Brüder,

viele von Ihnen haben im zuendegehenden Kirchenjahr Angehörige verloren. Sie haben Menschen, mit denen Sie eng zusammengelebt haben, zu Grabe tragen müssen. Seit dem ist es still geworden in Ihrem Leben. Sehnsucht ist an die Stelle des Menschen in Ihren Armen getreten. Schmerz an die Stelle der einst so selbstverständlichen Nähe:
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Predigt: 2. Buch Samuel 12

11. Sonntag nach Trinitatis, 31.08.2014

Predigt zu 2. Buch Samuel 12,1–15a von Pfarrer Dr. Diethard Römheld

Und der HERR sandte den Propheten Natan zu König David. Und der kam zu ihm und sprach zu ihm: „Es waren zwei Männer in einer Stadt, eine war reich, und der andere war arm. Der Reiche besaß Schafe und Rinder in großer Zahl, der Arme aber besaß nichts außer einem einzigen kleinen Lamm, das er gekauft hatte, und er zog es auf, und zusammen mit seinen Kindern wurde es bei ihm groß. Es aß von seinem Bissen, trank aus seinem Becher und schlief an seiner Brust, und es war für ihn wie eine Tochter. Da kam ein Besucher zu dem reichen Mann, doch diesem war es zu schade, eines von seinen eigenen Schafen oder Rindern zu schlachten, um es für den Reisenden zuzubereiten, der zu ihm gekommen war. Und so nahm er das Lamm des armen Mannes und bereitete es für den Mann zu, der zu ihm gekommen war.“

Da entbrannte der Zorn des Königs Davids heftig über den Mann, und er sprach zu dem Propheten Natan: „So wahr der HERR lebt: Der Mann, der das getan hat, ist des Todes! Und das Lamm soll er vierfach ersetzen, weil er das getan hat und weil er kein Mitleid hatte.“

Natan aber sprach zu David: „Du bist der Mann! So spricht der HERR, der Gott Israels: Ich habe dich zum König über Israel gesalbt und habe dich aus der Hand deines Vorgängers Sauls gerettet. Und ich habe dir den Palast Haus deines Vorgängers gegeben, und die Frauen deines Vorgängers Herrn habe ich an deine Brust gelegt, und ich habe dir die Völker Israel und Juda gegeben, und wenn das zu wenig ist, will ich dir darüber hinaus noch manches geben. Warum hast du das Gebot des HERRN verachtet und getan, was Ihm missfällt? Batseba, die Ehefrau deines Offiziers Urija, hast du geschwängert, ihren Mann Urija hast du dann mit dem Schwert erschlagen lassen, um Batseba dir selbst zur Frau nehmen zu können. So soll nun das Schwert nie von deinem Haus weichen, weil du mich verachtet und Batseba genommen hast, damit sie deine Frau werde.
Siehe, einer deiner eigenen Söhne wird sich gegen dich wenden, und deine Frauen werde ich dir vor deinen Augen wegnehmen und sie deinem Widersacher geben, und er wird ganz offen mit deinen Frauen schlafen. Du hast es heimlich getan, ich aber werde dies vor ganz Israel geschehen lassen.“

Da sprach David zum Propheten Natan: „Ich habe gegen den HERRN gesündigt.“ Und Natan sprach zu David: „So sieht der HERR über deine Sünde hinweg: Du musst nicht sterben! Aber weil du mit dieser Tat den HERRN so verachtet hast, muss nun der Sohn, den du im Ehebruch gezeugt hast, sterben!“

Liebe Schwestern und Brüder,

darf ich vorstellen: Das hier ist König David, der von Gott erwählte Herrscher und Gesalbte Gottes, der, dessen Dynastie ewig dauern sollte, Ahnvater Jesu, Hoffnungsträger des Gottesvolkes, Psalmendichter, Lichtgestalt. David, ein Vorbild des Glaubens und der weisen Regentschaft. Selbst in seinem Bereuen, in seinem Schuldbekenntnis noch wird David als Vorbild gelobt!

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Das Lied der Überwinder

Kantate, Sonntag 18. Mai 2014

Predigt zur Offenbarung 15, 2-4 von Pfarrer Dr. Diethard Römheld

Ich sah etwas,
das aussah wie ein gläsernes Meer,
in das Feuer gemischt war.
Und ich sah alle,
die den Sieg errungen haben.
Sie haben sich befreit
von der Macht des Tieres und seines Standbilds
und ebenso von der Macht der Zahl,
die sein Name ergibt.
Sie standen an dem gläsernen Meer
und hatten die Harfen Gottes in der Hand.
Sie singen das Lied des Mose,
der ein Diener Gottes war,
und das Lied des Lammes.
Sie singen:
„Groß und wunderbar sind deine Werke,
Herr, Gott, Herrscher über die ganze Welt.
Voller Gerechtigkeit und Wahrheit sind deine Wege,
du König über die Nationen.
Wer wird vor dir, Herr, keine Ehrfurcht haben
und deinen Namen nicht preisen?
Denn du allein bist heilig!
Alle Nationen werden kommen
und sich vor dir nieder werfen.
Denn deine gerechten Taten sind nun für alle offenbar.“


Offenbarung 15
, 2-4

Liebe Schwestern und Brüder,

irgend ein deutscher Schriftsteller, ich habe vergessen, wer, hat vor Jahren einmal kritisch über meinen Berufsstand gesagt: Pfarrer sind Menschen, die immer noch daran glauben, man könne die Welt mit Worten verändern. Und zwischen den Zeilen klang mit: Aber das könnt Ihr Pfaffen getrost vergessen, das funktioniert nicht. Doch wenn das tatsächlich so wäre, dass das nicht funktioniert, warum bekämpfen die Diktatoren der Welt dann so fleißig das Wort, wozu braucht es dann die Zensur? Warum ist dann die freie Rede oder Schreibe so tödlich?
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