Nachbarschaftshilfe in Zeiten des Coronavirus

Seit einem Jahr arbeiten wir an dem Projekt Nachbarschaftshilfe. Mit Flyern hat sie langsam Gestalt angenommen. Jetzt da uns ein kleines Virus im Atem hält, wollen wir die Nachbarschaftshilfe zügig in Fahrt bringen.

Ein Angebot der Nachbarschaftshilfe war die Einkaufshilfe, die in Zeiten häuslicher Quarantäne dringender ist, als wir bisher vermutet haben. Dazu haben wir eine kleine Routine für Helfende und Hilfesuchende entwickelt.

Liebe Mitarbeitende der Nachbarschaftshilfe,
liebe Hilfesuchende!

Hier kommt eine kleine Routine, wie die Nachbarschaftshilfe als Einkaufshilfe in diesen Tagen aussehen könnte, bei der nur minimaler Kontakt besteht:

  1. Wenn jemand bei uns um Hilfe bittet, rufen wir einen Helfenden an. Der Helfende bekommt von uns die Kontaktdaten (Telefonnummer) des Hilfesuchenden. Der Hilfesuchende erhält die Kontaktdaten (Namen) des Helfenden. Anschließend nimmt der Helfende Kontakt mit dem Hilfesuchenden auf. So ist der Hilfesuchende informiert, bevor er angerufen wird und kann sich sicher sein, dass es ein Helfender aus der Gemeinde ist.
  2. Der Helfende ruft bei Hilfesuchenden an und beide vereinbaren einen Zeitpunkt für den Einkauf. Vereinbaren Sie auch, ob es sich um einen einmaligen Einkauf oder um regelmäßige Einkäufe handelt. Bei regelmäßigen Einkäufen vereinbaren Sie einen Tag, an dem Sie das nächste Mal anrufen werden.
  3. Bitten Sie den Hilfesuchenden, eine Einkaufsliste zu erstellen und diese zusammen mit einem Geldschein in einen Briefumschlag zu stecken. Der beigelegte Betrag sollte auf der Einkaufsliste verzeichnet sein. Vereinbaren Sie, wo Sie diesen Briefumschlag finden.
  4. Holen Sie den Briefumschlag ab und machen Sie zur eigenen Sicherheit ein Handyfoto von Liste und Geldschein.
  5. Nach dem Einkauf machen Sie ein Foto von Restgeld und Quittung, stecken beides in den Briefumschlag und legen es zum Einkauf.
  6. Stellen Sie die Waren vor die Tür, klingeln, rufen Sie den Hilfesuchenden an oder informieren Sie ihn irgendwie darüber, dass die Waren vor der Tür stehen.

Das klingt jetzt alle etwas kompliziert, wird sich aber mit der Zeit einspielen. Natürlich können Sie auch andere Wege der Bestellung und Bezahlung gehen. Wichtig ist, dass das ganze möglichst ohne persönlichen Kontakt ablaufen kann. Treten Sie bei einer persönlicheren Übergabe in jedem Fall nach dem Klingeln und vor dem Öffnen der Tür zwei Meter von der Tür zurück.

Sollten sich Helfender und Hilfesuchende aus der Gemeinde kennen, kann die Prozedure im gegenseitigen Einvernehmen einfacher ablaufen.

Wenn Sie mögen, fügen Sie noch einen netten Gruß bei.

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Author: Thomas Arend

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