Unsere Kirchengemeinde auf Facebook

Seit gestern, 5. März 2015, sind wir mit einer eigenen Seite bei Facebook vertreten. Für unsere Jugendlichen im Jugendzentrum Rheinbach und am Aussenort Merzbach betreibt Felix Mors schon seit längerem eine spezielle Facebook-Seite unter Juze Rhb.

Zu den Facebook-Seiten:

 und 

Nachruf

Walter Viethen
Walter Viethen – Presbyter und Diakon
An Weihnachten ist unser Diakon Walter Viethen gestorben. Wir trauern um unseren lieben Kollegen und Freund.

Walter Viethen war seit dem 1. Januar 1981 – länger als fast alle von uns – in unserer Gemeinde tätig und hat unsere Gemeinde mit geprägt. Er arbeitete in der Jugendarbeit.
„Offene Tür“ oder OT war für ihn nicht nur eine Ortsbezeichnung, sondern ein Qualitätsmerkmal. Viele Generationen Jugendlicher sind durch seine „offene Tür“ gegangen. Sie schätzten ihn als Ansprechpartner und Ratgeber, und er gab ihnen im Juze ein Stück Heimat.

1998 übernahm Walter Viethen zusätzlich die Diakonie- und Sozialberatung – ebenfalls beheimatet im Juze – eine offene Tür für Hilfesuchende, Benachteiligte und Notleidende.

Diese beiden Schwerpunkte zeichneten ihn aus. Die Jugendlichen lagen ihm am Herzen, aber er hatte auch immer die Benachteiligten, die am Rande Stehenden, die oft Übersehenen im Blick.

Ihnen und ihren Anliegen galt sein Interesse, und er begegnete jedem mit derselben Herzlichkeit und Offenheit, mit Respekt und Achtung.

Walter Viethen liebte seine Arbeit – das merkte jeder, der ihm begegnete und mit ihm zusammen arbeitete. 1997 wurde er zum Dienst an Wort und Sakrament ordiniert – diese
geistliche Dimension seiner Arbeit war ihm wichtig. Er fühlte sich in seinem Engagement von seinem Glauben an den menschgewordenen Gott getragen und wollte seine Art, Glauben zu leben, weitergeben.

Seit 2004 war Walter Viethen Mitglied des Presbyteriums. Er war das – manchmal auch unbequeme – Gewissen des Presbyteriums, machte sich stark für die Belange der Mitarbeitenden und für die in unserer Gesellschaft – und auch in unseren Gemeinden – oft Vergessenen.

Walter Viethen war uns ein lieber, aufrichtiger und treuer Kollege. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie. Wir haben uns in einem Gottesdienst am 9. Januar von Walter
Viethen verabschiedet. Die Beisetzung der Urne wird in seiner Heimat erfolgen.

Regenbogensonntag

Nachdem unser erster “Regenbogensonntag” im November 2014 auf große Resonanz gestoßen ist, möchten wir Sie/ Euch alle herzlich zum
zweiten Regenbogensonntag am 15. März 2015
einladen. Das Thema des Gottesdienstes lautet:
„Alles muss klein beginnen“.

Es wird wieder in einzelnen Altersgruppen auf unterschiedliche Weise erarbeitet. Der Gottesdienst wird von dem Team des Regenbogensonntags gestaltet. Auch diesmal wird die Band „Churchillers“ den Gottesdienst begleiten.
Der Regenbogensonntag soll 2-3 Mal pro Jahr stattfinden und hoffentlich viele Familien mit Kindern, aber auch Jugendliche, Erwachsene und Senioren anziehen. Alle, die der Gottesdienst im November angesprochen hat und alle, die
neugierig geworden sind und dabei sein wollen, sind herzlich eingeladen, diese neue Form des interaktiven Gottesdienstes zu erleben.
Kommen Sie zahlreich und bringen Sie gerne auch Freunde und Verwandte mit!

Beginn ist wie gewohnt um 10.00 Uhr in der Ev. Gnadenkirche in Rheinbach. Der Gottesdienst
dauert bis ca. 11.45 Uhr, damit genug Zeit für die Gruppenarbeit und das gemeinsame
Singen bleibt. Im Anschluss gibt es ein gemeinsames Mittagessen, bei dem Sie/Ihr die Gemeinschaft unserer Gemeinde genießen und Kontakte knüpfen können/ könnt.
Damit wir das Mittagessen und die Anzahl der Gruppen besser planen können, bitte wir um vorherige „Anmeldung“ im Gemeindeamt (Tel.: 02226-4760) bis spätestens zum 10. März.

Übrigens freut sich das Vorbereitungsteam noch über fleißige Helfer, die im Vorfeld oder am 15. März vor Ort mithelfen können. Interessierte melden sich hierfür bitte bei Gudrun Schlösser oder Manuela Rottschäfer.
Wir freuen uns auf den 15. März und über rege Teilnahme!

Das Vorbereitungsteam

Frühstückscafé

Nächsten Donnerstag, am 05.03.2015, findet wieder das monatliche Frühstückscafé für Senioren und Seniorinnen zwischen 65 und 75 Jahren im Gemeindehaus statt! Von 09.00 – 11.00 Uhr sind Sie alle herzlich eingeladen, zusammen zu frühstücken, zusammen zu reden und sich an der Gemeinschaft miteinander zu erfreuen! Wir freuen uns auf Ihr zahlreiches Erscheinen!

Nacht der Kirchen

Dritte „Rheinbacher Nacht der Kirchen“ am 28.2.2015 von 19.00 bis 23.00 Uhr

Unter dem Motto „Der Weg zum Kreuz” laden die evangelische Kirchengemeinde, die Freie evangelische Gemeinde und die katholische Kirchengemeinde herzlich zu einem besonderen Ereignis ein.

Alle Kirchen in Rheinbach öffnen ihre Tore am 28.02.2015 ab 19.00 Uhr. An diesem Abend wird es vielfältige Angebote
geben: Kunstaustellungen, Musik, Taizegebet, Theater, Lesungen, eine Kirchenführung, Gospels und vieles mehr. So erfahren die Besucherinnen und Besucher die Vielfalt der christlichen Botschaft und die Kreativität der Christen in den einzelnen Gemeinden. Um 23.00 Uhr schließt die dritte „Nacht der Kirchen“ mit dem Posaunenchor der ev. Kirche
und einem Nachtsegen vor St. Martin.
Wir möchten mit dieser Veranstaltung auch Menschen ansprechen, die sonst nicht zum „Stammpublikum” der Gemeinden gehören. Kirche soll so neu erfahrbar und Spiritualität auf einem anderen Weg spürbar werden. In dieser Nacht will Kirche eine bewusst andere Ausrichtung zeigen, die die BesucherInnen überraschen kann.
Die Angebote sind so abgestimmt, dass immer wieder von einem Ort zum anderen gewechselt werden kann. Zwischen den Programmpunkten ist genügend Zeit, den Veranstaltungsort zu wechseln oder aber bei einem kleinen Imbiss und Gespräch
zu verweilen. Die Schirmherrschaft für diese Aktion übernimmt Bürgermeister Stefan Raetz.
Wir freuen uns, wenn wir mit diesem Projekt Ihr Interesse zum dritten Mal wecken können, und wir uns an diesem Abend wieder sehen.
Ökumenischer Arbeitskreis
Doris Kübler und Ute Koch

Das Programm der Nacht der Kirchen 1502-Nacht der Kirchen Flyer steht zum Download für Sie bereit.

Predigt: Zum 200. Todestag von Matthias Claudius

Gottesdienst zum 200. Todestag von Matthias Claudius

* 15. August 1740 in Reinfeld (Holstein)
† 21. Januar 1815 in Hamburg

Pfarrer Dr. Eberhard Kenntner

Liebe Schwestern und Brüder!

Die schrecklichen Morde von Paris haben die ganze Welt von Tschetschenien bis Nigeria, von England bis Australien aufgeschreckt, und wohl auch niemanden von uns lässt das kalt, wenn das Aufeinandertreffen verschiedener Grundeinstellungen zum Leben in blutigen Terror mündet. Hier aufgeklärte westliche Lebens- und Denkweise, dort fundamentalistische religiöse Intoleranz mit Denkverboten aller Art.

Matthias Claudius Abendlied
Matthias Claudius Abendlied
Der Grundkonflikt, um den es da geht, beherrschte in einer anderen Form auch die Zeit, in der Matthias Claudius das wunderbare Lied “Der Mond ist aufgegangen” dichtete. Es war, wie wir eben hörten, die Blütezeit der Aufklärung. Diese hatte Immanuel Kant 15 Jahre vor der Entstehung unseres Liedes als den “Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit” bezeichnet. Sein Aufruf lautete: Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!

Bis heute hält sich die Meinung, und wird von manchen Medien gebetsmühlenartig wiederholt, als sei damit gegeben, dass Verstand und Gefühl, dass Naturwissenschaft und Religion sich ausschließende Gegensätze seien. Das Abendlied von Matthias Claudius will uns da eines Besseren belehren. Einen Konflikt, einen massiven sogar sieht der Dichter wohl auch, aber die Grenzlinien des Konfliktes verlaufen für ihn ganz anders, als man gemeinhin denkt.

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