Rückblick auf die Israelreise

Vom 31.10. – 10.11.2016 waren wir – überwiegend Mitglieder der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinde Rheinbach – gemeinsam im Rahmen einer Studienreise in Israel unterwegs.

In der ersten Hälfte der Reise wurden wir im Norden des Landes bis an die libanesische Grenze (Golanhöhen) und im Süden bis in die Wüste und an das Tote Meer geführt. Untergebracht waren wir dabei in Kibbuzen. Die zweite Hälfte war dann Jerusalem vorbehalten.

isr_jerusalemReiseleiterin war Rahel, eine Jüdin aus der Schweiz, die vor etwa 30 Jahren nach Israel ausgewandert war. Sie und unser hervorragender arabischer Fahrer Hassan mit seinem Bus standen uns dabei die gesamte Zeit zur Verfügung.

Rahel „fütterte“ uns gekonnt mit ausgewählten Informationen aus der langen Geschichte, aber auch aus der Gegenwart  Israels und stellte dabei immer wieder Zusammenhänge mit den Geschichten aus der Bibel, die sie alle kannte, her.

isr_seegenezarethSo haben wir die biblischen Stätten BeitEl (Jakobs Traum mit der Himmelsleiter), Shilo (Standort der Bundeslade), Tabgha (Ort der Brotvermehrungam See Genezareth), die Taufstelle am Jordan und natürlich Jerusalem kennengelernt.Eine kurze Besichtigung der Städte Nazareth und Bethlehem stand ebenfalls auf dem Programm.

Vor allem die Ausgrabungsorte (Herodes-Paläste, Kreuzfahrerstadt Akko, Qumran, die alte Davidstadt in Jerusalem) waren immer wieder Anknüpfungspunkte für das Geschichts­verständnis.

isr_wuestenwandernBeindruckend war auch eine mehrstündige gemeinsame Wanderung durch die Wüste (Wadi Kelt), auf der uns ein Beduine mit seinem Esel, der auch bereitwillig unsere Gepäckstücke trug, begleitete. Dabei sind wir tatsächlich auch an Wasserstellen gelangt, wo wir uns erfrischen konnten, denn die Temperaturen lagen noch deutlich über 30 Grad! Ein Erlebnis für alle war auch das „Schwimmen“ im Toten Meer, das wegen seines extrem hohen Salzgehaltes einem Sitzen auf dem Wasser entspricht!

isr_klagemauerIn Jerusalem hatten wir Gelegenheit, uns all die Orte anzusehen, die uns aus der Bibel ein Begriff sind, so der Ölberg, der Garten Gethsemane, die Klagemauer, und der Tempelberg.Wir waren in der Grabeskirche und in der Synagoge.

Natürlich sind wir durch die jüdischen, arabischen und christlichen Vierteln der Altstadt, über die Stadtmauer und durch den Schuk, den Markt, geschlendert und haben das bunte Treiben auf uns wirken lassen. An die Präsenz des bewaffneten Militärs konnte man sich dabei gewöhnen.

Bedrückend war die Führung durch die Holocaust-Gedenkstätte YadVashem.

Die Einschränkungen, denen die Palästinenser in den besetzten Gebieten ausgesetzt sind, waren kein Schwerpunkt der Reise. Rahel vertrat als Betroffene eindeutig einen israelischen Standpunkt. Eine (ungeplante) Fahrt durch Nablus ließ eine eher niedergeschlagene Stimmung aufkommen.

isr_tempelbergViele Begegnungen und Gespräche, die mit der Reise verbunden waren, werden uns besonders im Gedächtnis bleiben. So hatten wir verschiedene Gelegenheiten mit Rabbinern zu diskutieren oder beim Abendessen in jüdischen Familien z.B. deren Shabbat-Riten kennenzulernen.

Auch an fröhliche gemeinsame Abende im Kibbuz und später auch im Hotel, an denen wir bei Wein und Gebäck gerne heiter und entspannt die gemeinsamen Erlebnisse verarbeitet haben und oft schon im Bus begonnene Diskussionen fortsetzen konnten, werden wir uns alle sicher gerne noch lange erinnern.

Sehr eindrücklich und verbindend waren die ökumenischen Gottesdienste, die wir mit der ganzen Gruppe  unter Leitung von Pfarrerin Gudrun Schlösser und Abbé MilongoThibault an besonderen Orten gefeiert haben: an der Brotvermehrungsstelle am See Genezareth, am Gartengrab in Jerusalem und zum Abschluss der Reise in der Kapelle der Erlöserkirche der deutschen Gemeinde in Jerusalem, die nur für uns an diesem Abend geöffnet wurde.

Es war eine außerordentlich gelungene Reise!

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